Rostock. Rund 500 Menschen beteiligten sich am Samstag an einer Demonstration »gegen Überwachungsstaat und Justizwillkür« in der Rostocker Innenstadt. Anlaß waren 1500 gegen Gegner des G-8-Gipfels in Heiligendamm aufgenommene Ermittlungsverfahren, von denen 1100 mittlerweile eingestellt wurden. In Reden kritisierten Vertreter der »Roten Hilfe« und vom Rostocker »Antirepressionsbündnis«, daß offensichtlich Unschuldige monatelang im Visier der Ermittlungsbehörden gewesen seien. Die Verfahren seien offenbar konstruiert worden, um im nachhinein eine Legitimation für die während des Gipfels erfolgten Massenfestnahmen zu erhalten. Kurz vor Ende der Demonstration wurden nach Angaben der Veranstalter mehrere Teilnehmer durch einen Polizeieinsatz mit Knüppeln und Reizgas verletzt. (jW)
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