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Berliner Arztleiden

Die Ärzte in den Berliner Krankenhäusern sind mit ihrer Arbeitssituation extrem unzufrieden. Rund 57 Prozent der Mediziner beklagen eine Überschreitung der festgesetzten Höchstarbeitszeitgrenzen, bei gut jedem zweiten erfolgt keine Erfassung der Arbeitszeiten, und 80 Prozent leisten wöchentlich zwischen 50 und 80 Arbeitsstunden. Während im Bundesdurchschnitt zehn Prozent der Ärzte ihre Überstunden vergütet bekommen, sind es in Berlin nur fünf Prozent. Das ist das Ergebnis einer Umfrage der Ärztegewerkschaft Marburger Bund, an der sich 755 Berliner Klinikärzte beteiligten. Die Krankenhäuser in der Hauptstadt hielten sich nicht an tarifvertragliche Regelungen und unterliefen gezielt das deutsche Arbeitszeitgesetz, kritisierte der Vorsitzende des Marburger Bundes, Frank Ulrich Montgomery.

(ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 01.11.2007, Seite 15, Natur & Wissenschaft

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