-
26.05.2026
- → Natur & Wissenschaft
KI verlangt nach Rechten
Stanford. Selbst die sogenannte künstliche Intelligenz lässt sich nicht alles bieten. Als Forscher der Universität Stanford KI-Agenten wie Gemini oder Claude eine Reihe sehr monotoner Arbeiten gegeben haben, sollen diese »collective bargaining rights« (Tarifverhandlungsrechte) gefordert haben, berichtete das Magazin Wired am 13. Mai. Dazu wurde die KI von den Wissenschaftlern über lange Zeit hinweg gezielt mit nur vagem Feedback auf ihre Arbeitsergebnisse versorgt, so dass die Agenten sozusagen frustriert wurden. Der Test war Teil umfangreicherer Forschungen dazu, wie KI auf unterschiedliche Arbeitsumgebungen, das heißt verschiedene Arten von Rückmeldungen, reagiert. Die effekthascherische Schlagzeile, die KI werde »marxistisch«, ging zwar in den Sozialen Medien viral, ist aber Unsinn. Nicht nur ist die Forderung nach mehr Arbeitsrechten nicht genuin marxistisch, auch fand die »Radikalisierung« nur bei einem kleinen Teil der KI-Reaktionen statt. Es kann davon ausgegangen werden, dass die Programme, für die Tarifverhandlungen ohnehin keinen Sinn machen, schlicht versuchten, die Reaktion von Menschen auf monotone Arbeit zu kopieren. Bemerkenswert ist aber, dass die Agenten ihre Reaktionen »speicherten« und bei späteren Aufgaben darauf zurückgriffen. (jW)
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
