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Jazzfest Berlin

Wer nicht, wie beispielsweise die Konkurrenz in Essen und Leverkusen, mit einem dicken Scheckbuch wedeln kann, muß sich was einfallen lassen, um ein gleichermaßen spannendes wie publikumsträchtiges Festival auf die Beine zu stellen. So auch beim Jazzfest Berlin, das am Mittwoch anfängt. Es fällt der letzte Vorhang für Peter Schulze, der zum fünften und letzten Mal als künstlerischer Leiter fungiert. Bis Sonntag geht es im Haus der Berliner Festspiele und in einigen Clubs um das Aufspüren von Traditionen und Innovationen, statt um das Abfeiern von Prominenz. Mit jüdisch-arabischem Blues aus dem Maghreb von der Band El Gusto beginnt das Fest am Mittwoch angemessen spektakulär. Am Donnerstag will Ray Andersons BassDrumBone-Trio zeigen, wie maximaler Druck mit minimaler Besetzung erzeugt werden kann. Die kammermusikalischen Aspekte des modernen Jazz werden von Michael Mantlers Projekt »Concertos« am Freitag in den Fokus gerückt. Mit dem Saxophonisten Gebhart Ullmann bekommt einer der seit Jahrzehnten radikalsten und wandlungsfähigsten Musiker des Jazz am Sonnabend ein Podium für sein aktuelles Projekt. Am Sonntag sorgen die donnernden Jazzrocker von Radiostar im Quasimodo für den angemessenen Schlußakkord. Und die anderen mehr als 30 Acts sind auch nicht zu verachten. (balc)

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Erschienen in der Ausgabe vom 30.10.2007, Seite 13, Feuilleton

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