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Rückgabe in Zeitlupe

Foto: Yvonne Krantz
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Ein Washingtoner Museum will den Nachfahren von Sitting Bull einen Zopf sowie eine Hose des legendären Indianerhäuptlings zurückgeben, die ein Militärarzt nach dessen Tod entwendet hatte. »Unsere Nachforschungen haben ergeben, daß diese Stücke nicht rechtmäßig in unseren Besitz gelangt sind«, sagte ein Mitarbeiter des Naturhistorischen Museums. Ein typischer Fall von Schnellmerkerei: Am 15.12.1890 wurde Sitting Bull von der Polizei ermordet und verstümmelt. Nach eigenen Angaben hatte der Arzt anschließend heimlich den rund 40 Zentimeter langen dünnen Zopf von Sitting Bulls Leiche abgeschnitten und auch noch dessen Hose mitgenommen und sechs Jahre später dem Museum zugesandt. Sitting Bull wurde zwei Wochen vor dem Massaker am Wounded Knee getötet, dem letzten großen Kampf zwischen den US-Truppen und den Ureinwohnern Nordamerikas.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 19.09.2007, Seite 12, Feuilleton

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