Zum Inhalt der Seite

Bürgermeister soll zurücktreten

Berlin. Die Fraktionschefin der Grünen im Bundestag, Renate Künast, und der Vorsitzende des Bundestagsinnenausschusses, Sebastian Edathy (SPD), haben den Bürgermeister der sächsischen Kleinstadt Mügeln, Gotthard Deuse, zum Rücktritt aufgefordert. Künast warf dem Politiker unter Hinweis auf ein Interview in der rechten Wochenzeitung Junge Freiheit »unverantwortliche Verharmlosung und faktisch eine Unterstützung von Hatz und Fremdenfeindlichkeit« vor. Edathy forderte darüber hinaus FDP-Chef Guido Westerwelle auf, sich eindeutig von seinem Parteifreund Deuse zu distanzieren.

In Mügeln waren vor knapp zwei Wochen acht indische Besucher eines Stadtfestes mißhandelt und mit Parolen wie »Hier regiert der nationale Widerstand« durch die Stadt gejagt worden. Deuse bestreitet jeglichen rechtsextremistischen Hintergrund. (AP/ddp/jW)


junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 31.08.2007, Seite 1, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!