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Zur Games Convention. Telespiele 1972–2007

Am Sonntag endet in Leipzig die Games Convention 2007. In der Messehalle 5, Stand B 20, kann bis dahin die Sonderausstellung »Telespiele 1972–2007« besucht werden.

Das erste und immer noch bekannteste Spiel heißt »Pong« (1972) und ist von bestechender Simplizität: zwei Striche und ein Quadrat – mehr braucht es nicht, dieses Tennisspiel für Sofakartoffeln. Es wurde mit Atari-Konsolen zum Hit, auch in der DDR war eine Variante erhältlich.

Im Rahmen der Leipziger Sonderausstellung hat eine Jury aus Spiele-Sammlern, -Journalisten und -Verlegern das einflußreichste Spiel aller Zeiten gewählt. »Pong« kam auf Platz zwei.

Es gewann »Tetris« (1985). Dieses Geschicklichkeitsspiel des russischen Programmierers Alexej Paschitnow wurde als Game-Boy-Hit bekannt.

Bronze ging an »Doom« (1993), ein Ego-Shooter, der wie »Pong« im Mehrspielermodus am besten kommt, allerdings auch als Meilenstein der 3D-Technik gilt. Mit »Doom« hatte die Moddingszene ihren Durchbruch: Hobbydesigner haben mittlerweile Tausende von Zusatzlevels kreiert. Außerdem setzte sich ein Vermarktungskonzept durch: »Shareware (erstes Kapitel verschenken, um für die beiden anderen zu werben).

Auf den undankbaren vierten Platz wurde der »Pac-Man« (1979) gewählt, den man vielleicht noch aus Rummelbuden kennt. Ein pillenfressender Smiley. Ungeschönte Verkörperung des Lebensgefühls der 80er, nach dem sich heute schon wieder viele zurücksehnen.

(jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 25.08.2007, Seite 12, Feuilleton

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