Zum Inhalt der Seite

Fußball-Randspalte

Seleçao, alaaf

Sao Paulo. Ein fetter Star, betrunkene Spieler und ein zu lascher Trainer: Ein Jahr nach dem vorzeitigen Aus der Brasilianer bei der WM-Endrunde hat Verbandspräsident Ricardo Teixeira nach einem Bericht der Tageszeitung Estado de Sao Paulo zum Rundumschlag ausgeholt. »Wie kann ein Athlet mit 98 Kilo zur WM anreisen. Das wiege ich ja fast, und ich bin kein Sportler«, wird der CBF-Chef zitiert. Und weiter: »Wir müssen einen neuen Ronaldo finden.« Außerdem prangerte Teixeira erstmals öffentlich an, daß es Spieler gegeben habe, die nach einem freien Tag »morgens zwischen vier und sechs Uhr betrunken im Quartier eintrafen«. Der Funktionär vermißte dabei ein hartes Durchgreifen vom damaligen Nationaltrainer Carlos Alberto Parreira. »Wir brauchen wieder Disziplin im Team«, so Teixeira, der für diese Aufgabe in Dunga den richtigen Parreira-Nachfolger gefunden haben will.

(sid/jW)

Kinderhändler

München. Das 13 Jahre alte Talent Pier Larrauri Corroy aus Peru soll künftig für die Jugendmannschaften von Bayern München spielen. »Er kommt für ein Jahr«, bestätigte Jugendleiter Werner Kern der Süddeutschen Zeitung. Manager Uli Hoeneß wird dagegen mit den Worten zitiert: »Es ist noch nichts fest«. Larrauri gilt in seiner Heimat als Jahrhunderttalent, als neuer Lionel Messi, der ebenfalls mit 13 Jahren aus Argentinien nach Europa ging. Mit dem Wechsel würde der FC Bayern seine Linie verlassen, Spieler aus dem Ausland frühestens ab 16 Jahren zu holen. Über die Firma Grupo Image des Spieleragenten Carlos Delgado, der auch die früheren Bayern-Profis Claudio Pizarro (FC Chelsea) und Paolo Guerrero (Hamburger SV) unter Vertrag hat, kam der Kontakt zu dem Mittelfeldspieler laut Kern zustande.


(sid/jW)

Platzsperre

Bukarest. Dinamo Bukarest ist in der rumänischen Meisterschaft mit einer Platzsperre für zwei Spiele und einer Geldstrafe von 17 000 Euro belegt worden. Damit reagierte der Verband auf Ausschreitungen von Dinamo-Fans zum Saisonauftakt beim 2:1-Auswärtssieg bei Gloria Buzau. (sid/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 03.08.2007, Seite 16, Sport

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!