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Sachsen: Externe sollen Akten retten

Hamburg/Leipzig. Sachsens Verfassungsschutz mißtraut in der Korruptionsaffäre nach Spiegel-Informationen inzwischen seinen eigenen Mitarbeitern. Seit vorletzter Woche hätten die Fachleute für organisierte Kriminalität des Dresdner Dienstes keinen Zugriff mehr auf die Akten, die Verflechtungen von Politik, Justiz und Polizei mit kriminellen Netzwerken belegen sollen, berichtete das Nachrichtenmagazin laut Vorabmeldung vom Wochenende. Hintergrund seien dubiose Schredderaktionen, das Auftauchen von geheimen Unterlagen in der Öffentlichkeit und Unregelmäßigkeiten beim Führen von Quellen. Die Unterlagen sollten jetzt von Verfassungsschützern aus Hessen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein bearbeitet und der Staatsanwaltschaft Dresden übergeben werden.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 16.07.2007, Seite 5, Inland

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