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Fassbinder

In den Streit um den Umgang mit dem Nachlaß des Filmemachers Rainer Werner Fassbinder hat sich nun auch die Schriftstellerin und Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek eingeschaltet. In einem Brief an die Zeit erhob Jelinek, wie zuvor schon Fassbinders Exfrau Ingrid Caven und der Kameramann Michael Ballhaus, schwere Vorwürfe gegen die »Rainer Werner Fassbinder Foundation«, die den Nachlaß verwaltet. Jelinek schreibt: »Sämtliche Wegbegleiter dieses bedeutendsten Filmemachers der deutschen Nachkriegsgeschichte wurden seit Fassbinders Tod systematisch aus der Rezeptionsgeschichte seines Werks verdrängt und eliminiert.« Es sei jedoch die Pflicht aller Wegbegleiter des Regisseurs, die wahre Geschichte seines Werks hervorzuholen und diejenigen, die daran Anteil hatten, zu würdigen. In derselben Zeitung hatte Caven kürzlich der »Rainer Werner Fassbinder Foundation« vorgeworfen, Halb- und Unwahrheiten über dessen Biographie zu verbreiten. Insbesondere sei der verstorbene Filmkomponist Peer Raben von der Foundation und deren Geschäftsführerin Juliane Lorenz aus der Fassbinder-Geschichte herausgedrängt worden. Die »Fassbinder-Foundation« wies die Anwürfe zurück. (ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 07.06.2007, Seite 13, Feuilleton

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