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29.05.2007
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Libyen: Hoffnung für Krankenschwestern
Tripolis. Fünf bulgarische Krankenschwestern und ein palästinensischer Arzt, denen in Libyen die Todesstrafe droht, sind am Sonntag vom Vorwurf der Verleumdung freigesprochen worden. Die sechs Angeklagten hatten libysche Polizisten beschuldigt, ihnen unter Folter das Geständnis abgepreßt zu haben, sie hätten libysche Kinder mit Aids angesteckt. Die Polizisten hatten daraufhin Verleumdungsklage erhoben. Die Bulgarinnen und der Arzt sollen in einem Krankenhaus in Benghazi 438 libysche Kinder absichtlich mit dem HIV-Virus angesteckt haben. Für die Tat wurden sie zum Tode verurteilt, was weltweit zu Protesten führte. Die Stiftung des Sohnes von Staatschef Muammar el Gaddafi stellte unterdessen eine baldige Lösung in dem Fall in Aussicht. (AFP/jW)
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