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22.05.2007
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Rausgekantet
Der Hamburger Investor Claus Grossner wird angeblich nicht Mitgesellschafter des Suhrkamp-Verlags. Das berichtete das Nachrichtenmagazin Focus am Sonntag. Grossner wollte gemeinsam mit dem Medienunternehmer Hans Barlach die Medienholding Winterthur AG, die 29 Prozent der Suhrkamp-Anteile hält, vom Schweizer Unternehmer Andreas Reinhart übernehmen. Reinhart ist dem Magazin zufolge nun vom Kauf- und Übertragungsvertrag mit Grossner zurückgetreten, weil Grossner seinen Anteil am Kaufpreis schuldig blieb. Aktionäre der Medienholding Winterthur AG bleiben demnach weiterhin Reinhart und Barlach.
Die Suhrkamp-Spitze um Verlegerin Ulla Unseld-Berkéwicz gehe unterdessen weiter juristisch gegen die Medienholding vor: Die Schweizer Transaktion hätte genehmigt werden müssen. Es seien zwei Verfahren angestrengt worden, die darauf zielten, die Medienholding aus der Gesellschaft auszuschließen. Seit dem Weggang des langjährigen geschäftsführenden Programmdirektors Rainer Weiss im Juni 2006 hatte sich bei Gesellschafter Reinhart der Unmut über den Führungsstil der Verlegerin geregt. Der Schweizer Geschäftsmann wollte daher seine Verlagsanteile von 29 Prozent an die Familienstiftung verkaufen. Als die Verhandlungen am Geld scheiterten, kündigte Reinhart an, seine Anteile anderweitig zu veräußern.
(ddp/jW)
Die Suhrkamp-Spitze um Verlegerin Ulla Unseld-Berkéwicz gehe unterdessen weiter juristisch gegen die Medienholding vor: Die Schweizer Transaktion hätte genehmigt werden müssen. Es seien zwei Verfahren angestrengt worden, die darauf zielten, die Medienholding aus der Gesellschaft auszuschließen. Seit dem Weggang des langjährigen geschäftsführenden Programmdirektors Rainer Weiss im Juni 2006 hatte sich bei Gesellschafter Reinhart der Unmut über den Führungsstil der Verlegerin geregt. Der Schweizer Geschäftsmann wollte daher seine Verlagsanteile von 29 Prozent an die Familienstiftung verkaufen. Als die Verhandlungen am Geld scheiterten, kündigte Reinhart an, seine Anteile anderweitig zu veräußern.
(ddp/jW)
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