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Tori Amos

Tori Amos reüssiert als multiple Persönlichkeit. Auf ihrem heute erscheinenden Album »American Doll Posse« singt sie als Tori, als Isabel, als Clyde, als Pip und als Santa. »Als ich mit der Arbeit an der Platte begann, stellte die Produzentin in mir fest: Das hier ist nicht die Stimme von nur einer Frau«, erklärte die Priestertochter. »Es gab eine Trennung in der Musik – also mußte es auch eine Trennung der Interpreten geben.« Und wie bekommt der Zuhörer mit, welche Frau gerade singt? »Ich wäre überrascht, wenn jemand es ohne die Informationen im Cover-Artwork der Platte erkennen könnte. Darin steht, welche Frau welchen Song singt.« Die Kritikerin der Bush-Administration (»alles nur Aggression und Machismo«), tritt am 4. Juni in Hamburg auf, am 6. Juni in Düsseldorf, am 7.Juni in München und am 17. Juni in Berlin. Ihre Dünnhäutigkeit ist entwaffnend. Und wenn sie Geschäftsfrauen geißelt, die Sinnlichkeit im Konkurrenzkampf einander als Schwäche auslegen (»das ist sicher nicht gesund«), dann geht einem das Herz auf. (ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 27.04.2007, Seite 12, Feuilleton

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