Zum Inhalt der Seite

Milliardär will Putin stürzen

Moskau. Der im Londoner Exil lebende Milliardär Boris Beresowski hat in einem Zeitungsinterview zum gewaltsamen Sturz der Moskauer Regierung aufgerufen. Außenminister Sergej Lawrow warf Beresowski vor, seinen Asylstatus zu mißbrauchen und forderte dessen Auslieferung. Russischen Medienberichten zufolge wurde ein weiteres Strafverfahren gegen Beresowski eröffnet.

In einem Audio-Beitrag für die Online-Ausgabe der britischen Zeitung The Guardian erklärt Beresowski, er unterstütze Kräfte in der russischen Führung, die einen Umsturz planten. »Wir müssen Gewalt einsetzen, um dieses Regime zu stürzen, denn (...) dieses Regime ist nicht verfassungsgemäß.« Beresowski, ein früherer Kreml-Insider, der sich mit Präsident Wladimir Putin (Foto) überwarf und nach Großbritannien floh, warf dem russischen Präsidenten vor, ein totalitäres Regime errichtet zu haben. Es gebe keine Möglichkeit, dieses Regime durch Wahlen zu verändern.

(AP/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 14.04.2007, Seite 1, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!