-
26.03.2007
- → Ausland
Mumia-Anhörung am 17. Mai
Philadelphia. Die entscheidende mündliche Anhörung im Fall Mumia Abu-Jamal ist für den 17. Mai 2007 vor dem 3. Bundesberufungsgericht in Philadelphia festgelegt. Das erfuhr junge Welt am Sonntag. Anwesend sein sollen neben internationalen Beobachtern auch die Bürgerrechtsorganisation NAACP und die National Lawyers Guild, die in Petitionen an das Gericht fordern, dem weltweit bekannten Journalisten endlich Gerechtigkeit widerfahren zu lassen. Die Staatsanwaltschaft will weiter auf die Hinrichtung Abu-Jamals drängen, während die Verteidigung das im Juli 1982 gefällte Todesurteil aufheben lassen will. Sie sieht in der damaligen rassistischen Verhandlungsführung und dem Todesurteil einen klaren Verstoß gegen die US-Verfassung und internationale Menschenrechtsgarantien. Mit einer Entscheidung des Bundesgerichts ist erst geraume Zeit nach der Anhörung zu rechnen.
(jW)
(jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Ausland