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Sieben Jahre Haft für Amokläufer

Berlin. Zehn Monate nach dem Amoklauf bei der Eröffnungsfeier des Berliner Hauptbahnhofs hat das Landgericht Berlin am Freitag einen heute 17jährigen zu sieben Jahren Haft verurteilt. In dem nichtöffentlichen Prozeß wurde der Schüler des versuchten Totschlags schuldig gesprochen. Das Gericht sah es als erwiesen an, daß der damals 16jährige im betrunkenen Zustand wahllos mit seinem Klappmesser auf Besucher einstach und diese zum Teil lebensgefährlich verletzte. Weitere Passanten hatten Verletzungen durch Faustschläge erlitten.

(ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 24.03.2007, Seite 5, Inland

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