Zum Inhalt der Seite

Postchef befürchtet Stellenabbau

Berlin. Die per EU-Recht geplante Liberalisierung des Briefgeschäfts bedroht bei der Deutschen Post laut Vorstandschef Klaus Zumwinkel Tausende Arbeitsplätze. »Wenn wir drastisch Marktanteile verlieren – zum Beispiel 20 Prozent – sind leicht mehr als 30 000 Jobs in Gefahr», sagte Zumwinkel der »Netzeitung« am Montag. Das seien mehr Stellen als derzeit im deutschen Steinkohlebergbau.

Dem Wettbewerb um die Briefkunden wolle sich die Post jedoch stellen, und ihn auch über den Preis führen, kündigte Zumwinkel an: »Es darf sich keiner darauf verlassen, nur etwas billiger zu sein als die Post«. Das Unternehmen werde auf Preissenkungen der Konkurrenz reagieren.

(AFP/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 13.03.2007, Seite 9, Kapital & Arbeit

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!