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Sonstiges: DSV-Fürsorge

Neuss. Der Deutsche Schwimm-Verband (DSV) hat Weltmeister Mark Warnecke ein saftiges Bußgeld angedroht, sollte der 36jährige bei der WM 2007 in Melbourne mit seinem selbst entwickelten Schwimmanzug an den Start gehen. »Das ist eine Reaktion auf das, was er angekündigt hat. Es wäre hochgradig verbandsschädigend und geht grundsätzlich nicht, denn wir haben einen Ausrüster«, sagte DSV-Generalsekretär Jürgen Fornoff. Eine Vereinbarung über das Tragen der Anzüge vom DSV-Ausrüster adidas werde mit allen Athleten obligatorisch vor den Großveranstaltungen getroffen. Laut Sport-Bild soll sich das vom Verband angesetzte Bußgeld auf 500000 Euro belaufen. Fornoff erklärte, die mögliche Strafe sei »eine fürsorgliche Erinnerung an Marks Pflichten. Die Strafe muß in einer Kategorie sein, die weh tut.« Antje Buschschulte war nach den Olympischen Spielen 2004 zu einer Strafe von knapp 8000 Euro verdonnert worden, da sie keinen Anzug des DSV-Ausrüsters getragen hatte.

(sid/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 07.12.2006, Seite 16, Sport

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