Zum Inhalt der Seite

Neue Vorwürfe gegen Siemens

München In die Affäre um schwarze Konten und mutmaßliche Schmiergeldzahlungen bei Siemens soll auch die Antikorruptionsabteilung des Konzerns verwickelt sein. Zwei ihrer Führungskräfte seien über die Schwarzgeldkonten im Bilde gewesen und hätten sogar versucht, deren Existenz zu vertuschen, berichtete die Süddeutschen Zeitung vom Montag unter Berufung auf Aussagen eines Beschuldigten bei der Münchner Staatsanwaltschaft.Als 2002 die Gefahr der Entdeckung bestanden habe, soll einer der beiden Manager darauf gedrungen haben, die österreichischen Konten zu schließen und sich ein anderes Modell zu überlegen, schrieb das Blatt weiter. Insgesamt hätten mehr als 30 Mitarbeiter des Konzerns von den schwarzen Kassen gewußt. Siemens wollte am Montag unter Verweis auf die laufenden Ermittlungen keine Stellungnahme abgeben.

(AFP/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 28.11.2006, Seite 9, Kapital & Arbeit

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!