Zum Inhalt der Seite
Millionärskonsum

Uhren-Hersteller Rolex erhöht offenbar die Preise

Foto: Yuki Iwamura/AP/dpa
Fotomotiv: Uhren der Marke Rolex in einer Auslage in New York (7.8.2025)

Genf. Die als Statussymbole von Reichen und Neureichen geltenden Rolex-Uhren werden teurer: Der Schweizer Uhrenhersteller hat ⁠die Preise für seine Golduhren Branchenkennern zufolge ⁠weltweit um durchschnittlich fünf Prozent angehoben. Die Erhöhung gelte für wichtige Märkte wie die USA, Großbritannien und ‌Hongkong, sagten zwei Marktexperten und zwei Händler. Die zweite Preiserhöhung von ‌Rolex in diesem Jahr hat den Markt überrascht. »Keiner sah das kommen«, sagte ein US-Händler ⁠für zertifizierte gebrauchte Uhren. Rolex ‌lehnte eine Stellungnahme ab. Die Preiserhöhung spiegelt die starke Nachfrage nach Luxusprodukten und die ​Rekordpreise für Gold wider. Seit 2024 hat sich der Goldpreis auf rund 4.200 Dollar pro Unze fast verdoppelt. Branchenanalysten zufolge gelingt es ‌dem Luxusuhrenmarkt, Uhren weiter an sehr reiche Kunden zu verkaufen, ‌während die ‌Mittelschicht ihre Ausgaben ⁠für Luxusgüter ⁠zurückgefahren hat.

Auch andere Luxusmarken haben ihre Preise angehoben: Golduhren einiger Marken - etwa ⁠von Richemont, LVMH, Swatch, Breitling oder ‌Chopard - sind im Vergleich zum Vorjahr im Durchschnitt um vier ⁠bis sechs Prozent teurer geworden, konstatiert Zouheir Guedri, Gründer des Luxusmarktforschungsunternehmens Data&Data. Bei einigen Modellen fielen die Preissteigerungen noch deutlich höher aus: Eine Weißgoldversion der Rolex Cosmograph Daytona, ein Modell, das der ‌Hollywood-Schauspieler Paul Newman in den 70er Jahren trug, kostet in den USA inzwischen 59.100 Dollar – ein Anstieg um 14 ​Prozent in diesem Jahr und um 33 ⁠Prozent seit 2024. (Reuters/jW)

→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen am 13.06.2026, Kapital & Arbeit

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen