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Sportpolitik

Italien: Zahlen!

Rom. Der italienische Rechnungshof verlangt Schadenersatz in Millionenhöhe von 15 Personen, die in den diesjährigen Fußball-Manipulationsskandal verwickelt sein sollen. Durch die Affäre sei dem italienischen Fußball ein großer Imageschaden entstanden, zudem seien die Zuschauerzahlen weiter gesunken, argumentiert der Rechnungshof in seiner Entschädigungsforderung. In der Serie A wollen nur noch durchschnittlich 19361 Menschen eine Partie sehen.

Unterdessen wurden neue Vorwürfe gegen den ehemaligen Juve-Sportdirketor Luciano Moggi und dessen Sohn Alessandro, den Besitzer der Spieleragentur GEA, erhoben. Den beiden Managern werden jetzt auch Gewalt und Einschüchterungsaktionen gegen einige Spieler vorgeworfen. Moggi senior, der im Juli wegen seiner Verwicklung in den Fußball­skandal mit einer fünfjährigen Berufssperre belegt worden war, wird beschuldigt, seine Machtposition als Manager von Rekordmeister Juventus Turin ausgenutzt haben, um der inzwischen aufgelösten Spielergesellschaft seines Sohnes Mandanten zu verschaffen. (sid/jW)

Italien: Sparen!

Rom. Um den Haushalt 2007 über die Runden zu bringen, plant Italiens Regierung von Ministerpräsident Romano Prodi beim NOK Kürzungen von 120 Millionen Euro. Das würde sich negativ auf alle Sportverbände auswirken, hieß es beim NOK. Das Haushaltsgesetz der Regierung sieht Sparmaßnahmen von insgesamt 33 Milliarden Euro vor, um das italienische Defizit unter die Schwelle von drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu drücken.


(sid/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 09.11.2006, Seite 16, Sport

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