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Ravensbrückerinnen aus Beirat gedrängt

Berlin. Die Lagergemeinschaft Ravensbrück/Freundeskreis ist künftig nicht mehr im Beirat der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten vertreten. Die Lagergemeinschaft, in der Überlebende des Frauenkonzentrationslagers Ravensbrück, Angehörige und jüngere Antifaschisten organisiert sind, informierte am Mittwoch in einer Pressemitteilung über diesen Skandal. Bis zum Jahresende vertritt die KZ-Überlebende Edith Sparmann die Lagergemeinschaft im Beirat, dem ihre Organisation seit Gründung der Stiftung angehört. Als Nachfolgerin waren die Tochter eines Ravensbrück-Häftlings und alternativ eine Überlebende des KZ vorgeschlagen worden. Beide wurden abgelehnt. Die eine, weil sie selbst nicht im Lager inhaftiert war, die andere wegen ihres hohen Alters. In einem Schreiben an den brandenburgischen Ministerpräsidenten betont die Lagergemeinschaft: »Es drängt sich der Eindruck auf, daß nach Gründen gesucht wird, um ein weiteres Mitwirken der Lagergemeinschaft im Beirat auszuschließen.«

(jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 03.11.2006, Seite 4, Inland

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