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Bahn AG bietet Kompromiß an

Berlin. Die Bahn strebt im Immobilienstreit mit der Bundesregierung einen Kompromiß an. Vorstandschef Hartmut Mehdorn hat dem Verkehrsministerium die Überschreibung von Bahngrundstücken im Buchwert einer halben Milliarde Euro von der Bahn-Holding auf die Infrastruktur- oder Verkehrssparten angeboten. »Nicht betriebsnotwendige« Grundstücke im Wert von zwei Milliarden Euro sollten dagegen bei der Holding bleiben, heißt es in einem Schreiben Mehdorns an das Ministerium, das am Dienstag bekannt wurde. In der Angelegenheit war der Bundesrechungshof tätig geworden, der eine Prüfung anregte, ob durch die Zuordnung der Grundstücke zur Holding ein erhöhter Zuschußbedarf für einzelne Bahnsparten aus öffentlichen Mitteln entstanden sei. Oppositionspolitiker im Bundestag mutmaßten, der Bahn-Vorstand wolle mit der falschen Zuordnung der Grundstücke die Infrastrukturgesellschaft DB Netz AG »ärmer rechnen«, um im Fall einer Trennung von Netz und Betrieb den an private Anleger zu veräußernden Teil wertvoller darzustellen.

(AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 30.08.2006, Seite 9, Kapital & Arbeit

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