Zum Inhalt der Seite

Dicke

Weltweit leiden 800 Millionen Menschen an Hunger und eine Milliarde Menschen an Übergewicht, berichteten Agrar-Experten am Montag bei einer Konferenz im ostaustralischen Brisbane. Nach Angaben des US-Agrarökonomen Barry Popkin hat das Übergewichtsphänomen inzwischen auch die Landbevölkerung erreicht. Regierungen in aller Welt hätten es bisher versäumt, das Problem anzugehen. Als Negativbeispiel nannte Popkin die VR China, wo neue Ernährungsgewohnheiten, weniger harte körperliche Arbeit sowie eine zunehmende Motorisierung sich bei vielen in überflüssigen Pfunden niederschlagen. »Die Leute würden eher zu Obst und Gemüse greifen, wenn es billiger wäre«, meinte Benjamin Senauer von der Universität von Minnesota in Richtung der Politik. »Heute ist es buchstäblich eine Frage von Leben oder Tod, ob es uns gelingt, den Lebensstil der Menschen zu ändern.«

(AFP/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 17.08.2006, Seite 15, Natur & Wissenschaft

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!