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Nie verheiratete US-Bürger sterben früher. Dies ist das Ergebnis einer Studie von Wissenschaftlern der Universität von Kalifornien in Los Angeles, die im britischen Journal of Epidemiology and Health veröffentlicht wurde. Für die Untersuchung wurden Daten von knapp 67000 erwachsenen US-Amerikanern im Zeitraum 1989–1997 ausgewertet. Das Risiko für Witwen und Witwer, zwischen 1989 und 1997 zu sterben, war demnach 40 Prozent höher als bei Ehepartnern. Bei Geschiedenen oder getrennt Lebenden war das Risiko um 27 Prozent höher. Wer nie verheiratet war, hatte eine um 58 Prozent höhere Todeswahrscheinlichkeit – und das, obwohl die Gruppe bei anderen Risikofaktoren wie Alkohol und Übergewicht im Schnitt besser lag als Verheiratete. Die Wissenschaftler vermuten, daß soziale Isolation und riskante Sexualpraktiken ein frühzeitiges Ableben begünstigen.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 17.08.2006, Seite 15, Natur & Wissenschaft

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