Zum Inhalt der Seite

Krebsfälle nach Atom­tests

Papeete. Die französischen Gesundheitsbehörden haben eine »statistische Verbindung« zwischen Frankreichs Atomtests in Polynesien im Südpazifik und der dort gestiegenen Zahl der Schilddrüsenerkrankungen eingeräumt. Die oberirdischen Tests in den 60er und 70er Jahren hätten »sehr wahrscheinlich« zu mehr Krebserkrankungen geführt, heißt es in einem in Papeete auf Tahiti veröffentlichten Brief des Direktors des französischen Instituts für Gesundheit und Forschung (Inserm), Florent de Vathaire. Allerdings gehe es nur um eine »sehr begrenzte« Zahl von Fällen. Mit Sicherheit könne Schilddrüsenkrebs nur bei einem Dutzend Erkrankten auf die Nuklearversuche zurückgeführt werden. Vathaire stützte sich auf eine Studie zu 239 Fällen von Schilddrüsenkrebs in der Region.

(AFP/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 01.08.2006, Seite 6, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!