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Somalia: Islamisten im Vormarsch

Mogadischu. Islamische Milizionäre haben die letzte strategisch wichtige Stadt im Süden Somalias eingenommen und damit praktisch die gesamte Region unter ihre Kontrolle gebracht. Die Islamische Gerichtsunion sei am Mittwoch in Jowhar einmarschiert, erklärten Augenzeugen. Die Stadt war die letzte Hochburg einer säkularen Allianz von Warlords im Süden des Landes. Deren letzte Kämpfer sowie zahlreiche Einwohner flohen den Angaben zufolge kurz vor dem Einmarsch der Miliz. 19 Menschen seien bei Kämpfen getötet worden. Nach der Einnahme von Jowhar, 90 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Mogadischu, befindet sich nun die gesamte Region in der Hand der Milizionäre, bis auf die Stadt Baidoa, den Sitz der Übergangsregierung. Bereits Anfang des Monats hatte die islamische Miliz nach wochenlangen Kämpfen Mogadischu eingenommen.

(AP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 16.06.2006, Seite 6, Ausland

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