-
07.06.2006
- → Sport
Fußball-Randspalte
Bundestag und Industrie
Berlin. Der Bundestag bleibt auf den Kosten für seine »Bundestagsarena« zur Fußball-WM weitgehend sitzen. Die knapp 2,5 Millionen Euro müßten fast komplett aus eigenen Mitteln bestritten werden, räumte Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) am Dienstag bei der Eröffnung des Besucherzentrums ein. Die Hälfte der Summe stehe durch Umschichtungen im Etat bereit. Der Rest müsse an anderer Stelle eingespart werden. Ursprünglich sollte ein Großteil der Gelder von Sponsoren aufgebracht werden. (ddp/jW)Düsterer Trend
Berlin. Im U-3-Bahnhof am Potsdamer Platz läuft ab sofort eine Ausstellung über Pelé (»schwarze Perle«), den FIFA-Weltfußballer des vergangenen Jahrhunderts. Geboren am 23.Oktober 1940 in Três Corações als Edson Arantes do Nascimento, lernte er auf der Straße das Fußballspielen, machte in 1363 Spielen immerhin 1281 Tore. Zu sehen sind sieben Videofilme und 25 Objekte, darunter der Ball seines 1000. Tores, sein Trikot mit der Nummer zehn und einige Pokale. Mit »Soccer in the Dark« präsentiert die Schau außerdem einen »neuen brasilianischen Trend«: Aus Platzmangel spielen dort Jugendliche in Parkhäusern oder Kellern, die sie mit Schwarzlicht beleuchten. (ddp/jW)Warten auf Peking
Cottbus. Der chinesische Nationalspieler Jiayi Shao wechselt von 1860 München zu Energie Cottbus. Energie-Präsident Michael Stein bestätigte, daß man sich mit Shaos früherem Arbeitgeber Guoan Peking, der die Transferrechte an dem Mittelfeldspieler hält, mündlich geeinigt habe. »Wir warten jetzt auf die Unterlagen aus China«, sagte Stein. (sid/jW)Offene Rechnungen
Leipzig. Kinowelt-Chef Michael Kölmel will 7,5 Millionen Piepen von den Aufsteigern Alemannia Aachen und Carl Zeiss Jena. »Wir möchten noch in diesem Jahr eine Einigung mit Jena und Aachen erreichen«, sagte er. »Darlehen und Zinsen betragen bei Jena zusammen 5,5 Millionen Euro, bei Aachen sind es rund zwei Millionen Euro.« Im Fall Aachen geht es es um eine nicht umgesetzte Vereinbarung mit Kölmels »Sportwelt« zur Gründung einer gemeinsamen Gesellschaft. Bei Jena hatte Kölmel Medien- und Vermarktungsrechte erworben. (sid/jW)→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Sport
