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Türkei plant Prozeßfarce

Istanbul. Einer der bekanntesten Kurdenpolitiker in der Türkei muß sich wegen des Vorwurfs einer Hilfeleistung für die verbotene Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) vor Gericht verantworten. Osman Baydemir, der Bürgermeister der Millionenstadt Diyarbakir im türkischen Kurdengebiet, müsse mit einer Haftstrafe von bis zu einem Jahr rechnen, meldete der Fernsehsender NTV am Dienstag. Das Innenministerium in Ankara hatte Ermittlungen gegen Baydemir eingeleitet, weil der Kommunalpolitiker im vergangenen Jahr die Leiche eines getöteten PKK-Kämpfers in einem städtischen Krankenwagen von Diyarbakir zur Beisetzung in die 300 Kilometer entfernte Stadt Gaziantep geschickt hatte.(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 31.05.2006, Seite 6, Ausland

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