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06.03.2006
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Merkel sozial: Niedriglohn
Berlin. In der Debatte um einen gesetzlich festgelegten Mindestlohn hält Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Fahrplan der Koalition fest, nicht vor dem Herbst eine Entscheidung zu treffen. Bis dahin würden »alle Themen des Niedriglohnsektors« sorgfältig diskutiert, bekräftigte die Regierungschefin am Wochenende. Sie kündigte an, die zur Diskussion stehenden Modelle zu Kombilöhnen und Mindestlöhnen unvoreingenommen zu prüfen. Im Endeffekt müsse aber mehr und nicht weniger Arbeit herauskommen. Derweil erklärte CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla, es gebe viele, die heute unterhalb von 7,50 Euro pro Stunde arbeiteten. Diese Jobs könnten in Gefahr geraten, wenn der Mindestlohn zu hoch ausfalle.
(ddp/jW)
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