Zum Inhalt der Seite

Japan: Proteste gegen US-Stützpunkt

Tokio. Auf der südjapanischen Insel Okinawa haben am Sonntag Zehntausende Menschen gegen die geplante Zusammenlegung zweier US-Stützpunkte protestiert. Wie die Nachrichtenagentur Kyodo und der Fernsehsender NHK berichteten, versammelten sich bis zu 35000 Menschen in der Stadt Ginowan und verlangten, den Stützpunkt Futenma mitten im Stadtzentrum sofort zu schließen. Es sei der »gefährlichste Stützpunkt der Welt«, sagte Bürgermeister Yoichi Iha. Die japanische und die US-Regierung hatten im Oktober vereinbart, den Stützpunkt Futenma mit dem Stützpunkt Camp Schwab auf Okinawa zusammenzulegen. Die Bewohner von Ginowan forderten am Sonntag dagegen, alle US-Stützpunkte von der Insel zu verbannen. Auf Okinawa sind mehr als die Hälfte der rund 40000 US-Soldaten in Japan stationiert.


(AFP/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 06.03.2006, Seite 7, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!