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Parteien wettern über Lafontaine

Leipzig/Berlin. Der Vorsitzende der Linksfraktion im Bundestag Oskar Lafontaine hat mit angeblichen Verbalattacken gegen andere Parteien wütende Reaktionen ausgelöst. Die Leipziger Volkszeitung berichtete am Wochenende vorab aus ihrer Montagausgabe, Lafontaine habe am Donnerstag auf einer Wahlveranstaltung der WASG in Rheinland-Pfalz politische Gegner als »Schweinebande« bezeichnet. Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) denunzierte seinen ehemaligen Genossen daraufhin als Populisten, der »ganz bewußt am rechtsradikalen Rand« nach Stimmen fische. Ähnliche Vorwürfe kamen von Grünen und FDP.

Linkspartei-Fraktionssprecher Hendrik Thalheim erklärte dazu, den Begriff »Schweinebande« habe Lafontaine in bezug auf Unternehmen benutzt, die Zehntausende entlassen wollten. Im übrigen werde im Wahlkampf manches zugespitzt. Da seien auch die anderen Parteien »nicht fein«.


(ddp/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 06.03.2006, Seite 5, Inland

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