-
06.03.2006
- → Inland
Gesamtmetall fordert: Keine Warnstreiks
Frankfurt/Main. Im Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie haben die Unternehmer die Gewerkschaft aufgefordert, auf Warnstreiks zu verzichten. Gesamtmetall-Präsident Martin Kannegiesser lehnte außerdem die Rückkehr zur sogenannten Steinkühler-Pause kategorisch ab. DGB-Chef Michael Sommer schließt dagegen einen Streik in der Branche nicht aus.
Kannegiesser sagte der Neuen Osnabrücker Zeitung (Samstagausgabe), die Pause habe nur für 40 000 Arbeitnehmer in Baden-Württemberg gegolten und einer 32,5-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich entsprochen. Dieses »Privileg« sei »nicht mehr zu halten, zumal es das weder anderswo in Deutschland noch irgendwo sonst« gebe. Warnstreiks würden beide Seiten emotionalisieren und einen Tarifabschluß erschweren, so Kannegiesser. Am Freitag war in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen die zweite Metall-Tarifrunde ergebnislos beendet worden.
(AP/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!