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Mieterverein fordert Privatisierungsstopp

Berlin. Der Berliner Mieterverein fordert vom Senat der Hauptstadt einen kompletten Privatisierungsstopp im öffentlichen Wohnungsbestand. Der Verkauf von rund 100 000 städtischen Wohnungen in den vergangenen Jahren an private Investoren habe für die Mieter sehr negative Folgen gehabt, sagte der Hauptgeschäftsführer des Vereins, Hartmann Vetter, am Donnerstag in Berlin bei der Vorstellung des »Schwarzbuches Privatisierung«. Die Veröffentlichung dokumentiere auch eine »schrittweise Enteignung« des Gemeinwesens. Vetter hob hervor, daß die Käufer der Wohnungen »schnelle und hohe Renditeerwartungen« hätten. Dies führe etwa zum schnellen Weiterverkauf von Teilbeständen mit Einschnitten beim Mieterschutz und maximalen Mieterhöhungen. Zudem warnte Vetter vor dem Verkauf von Teilen der Wohnungsbaugesellschaft Mitte (WBM). (ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 24.02.2006, Seite 4, Inland

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