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Kompromiß bei Privatisierung in Berlin?

Berlin. Im Streit um den weiteren Verkauf landeseigener Wohnungen könnte sich die SPD-PDS-Koalition in Berlin auf einen Kompromiß einigen. Danach soll ein Teil der abzugebenden Wohnungen der hochverschuldeten Wohnungsbaugesellschaft Mitte (WBM) von anderen städtischen Gesellschaften übernommen werden, berichtet die Berliner Zeitung (Dienstagausgabe).

Ein entsprechender Vorschlag von SPD-Experten, mit dem der Einfluß des Landes auf diese Bestände gesichert werden solle, sei von der Linkspartei.PDS begrüßt worden. Sie hatte die Privatisierung von bis zu 15700 Wohnungen der WBM abgelehnt und ein Gesamtkonzept für die sechs kommunalen Wohnungsbauunternehmen gefordert.

Die Landesregierung will bei ihrer Klausurtagung am kommenden Montag über die Zukunft der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften beraten.


(ddp/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 22.02.2006, Seite 4, Inland

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