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Kritik am Berliner »Stellenpool«

Berlin. Ver.di hat am Montag Kritik an der Arbeit des 2004 eingerichteten »Stellenpools« geübt, über den der angebliche »Personalüberhang« des Landes Berlin abgebaut werden soll. Die in den »Stellenpool« versetzten 4 600 Landesbediensteten sind für den 21. und 22. Februar zur Wahl eines neuen Personalrats aufgerufen. »Der Stellenpool erfüllt die Erwartungen nicht«, heißt es in einer ver.di-Erklärung aus diesem Anlaß. Die vor dessen Einrichtung in Eigenverantwortung der Dienststellen und Ämter erreichte Vermittlungsquote von ca. 80 Prozent werde im Stellenpool nicht annähernd erreicht. Die Einrichtung drohe »zum unbeweglichen und undurchschaubaren Moloch zu werden«, kritisierte ver.di. Statt die Beschäftigten in feste Stellen oder langfristige und sinnvolle Übergangseinsätze zu vermitteln, würden diese im »Stellenpool« größtenteils lediglich verwaltet. (jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 21.02.2006, Seite 15, Inland

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