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Dresdner Bank finanzierte SS

Berlin. Die Komplizenschaft der Dresdner Bank mit dem deutschen Faschismus war noch intensiver als bislang bekannt. Das geht aus einer von der Bank in Auftrag gegebenen Studie hervor, die am Freitag in Berlin vorgestellt wurde. Demnach sei die Bank »der wichtigste Kreditgeber der SS« gewesen, so der Berliner Wissenschaftler Johannes Bähr. Es seien Kredite in Höhe von rund 47,78 Millionen Reichsmark vergeben worden. Dies sei »ohne politischen Druck« geschehen. Der Bielefelder Wissenschaftler Harald Wixforth ergänzte, die Bank habe sich dem »Herrschaftsapparat als wichtigste Bankverbindung, als Finanzier und Berater bei der Umsetzung der Ausbeutungs- und Besatzungspolitik« angedient.


(AP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 18.02.2006, Seite 4, Inland

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