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Seehofer kritisiert Seuchenmanagement

Berlin. Nach dem Auftreten des gefährlichen H5N1-Erregers bei toten Wildvögeln auf Rügen wird die Kritik am Tierseuchenmanagement der örtlichen Behörden lauter. Verbraucherschutzminister Horst Seehofer (CSU) sagte nach einer erneuten Tagung des Nationalen Krisenstabs am Freitag in Berlin, die verendeten Schwäne auf der Ostseeinsel seien zu langsam eingesammelt worden. Am Samstag will sich Seehofer in Mecklenburg-Vorpommern über die dortige Seuchenbekämpfung informieren. Gleichzeitig betonte der Minister, es müsse alles getan werden, um ein Übergreifen des Virus auf Nutzgeflügel und den Menschen zu verhindern. Dazu gehöre das unnachgiebige Durchsetzen der am Freitag in Kraft getretenen Stallpflicht für Geflügel. Die Zahl der nachweislich mit dem H5N1-Erreger infizierten und verendet aufgefundenen Vögel auf Rügen stieg inzwischen auf 13.


(ddp/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 18.02.2006, Seite 2, Inland

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