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USA kreieren den Super-Terroristen

Osama bin Laden soll Urheber aller großen Anschläge sein

Der islamistische Fundamentalist Osama bin Laden ist nach Angaben der USA auch für den Anschlag im ägyptischen Luxor mitverantwortlich, der im vergangenen Jahr 62 Todesopfern forderte. Der stellvertretende US-Botschafter bei den Vereinten Nationen, Peter Burleigh, sagte westlichen Diplomaten zufolge am Montag abend in New York, bin Laden sei weltweit insgesamt in 18 Attentate verstrickt. Dazu zählen der Anschlag auf Papst Johannes Paul II. 1981 und auch die versuchten Anschläge gegen den ägyptischen Präsidenten Hosni Mubarak 1995. Außerdem stecke sein Netzwerk hinter dem Anschlag auf das New Yorker World Trade Center und die Angriffe gegen US-Soldaten in Somalia 1993, behauptete Burleigh. Auch geplante Anschläge auf US-Präsident Clinton werden bin Laden angelastet. Washington will bin Laden dingfest machen, weil die USA ihm die Schuld für die Anschläge auf die US-Botschaften in Ostafrika geben, bei denen vor rund zwei Wochen 257 Menschen getötet worden waren, unter ihnen zwölf US-Bürger.

Unterdessen sind sich die Mitglieder des UN- Sicherheitsrates nicht einig, wie sie mit den Vorwürfen Sudans gegen die USA wegen der Bombardierung der Pharmafabrik in Khartum umgehen sollen. Sie vertagten am Montag abend die Entscheidung über die sudanesische Forderung, eine Untersuchungskommission nach Sudan zu entsenden, um festzustellen, ob in der Fabrik wirklich chemische Kampfstoffe oder nur harmlose Medikamente hergestellt wurden. Eine Sitzung hinter verschlossenen Türen habe ergeben, daß »die Zeit für eine Entscheidung noch nicht reif« sei, sagte der Ratsvorsitzende Danilo Turk vor Journalisten in New York.

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Sudan hatte den Sicherheitsrat aufgefordert, eine unabhängige Untersuchung einzuleiten, um die Angaben der USA zu prüfen, in der Fabrik lasse bin Laden die Grundstoffe für chemische Waffen herstellen. Die USA wiesen dieses Ansinnen zurück.

(AFP/AP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 26.08.1998, Seite 0, Ausland

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