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Frankreich

Bürgermeister: Gewalttat bei Paris wohl »islamophob«

Foto: Emma Da Silva/AP/dpa
Polizeiermittlungen nach den tödlichen Schüssen (Trappes, 23.10.2026)

Trappes. Nach den tödlichen Schüssen am Freitag morgen in einem Pariser Vorort hält der Bürgermeister der betroffenen Gemeinde Trappes einen islamfeindlichen Hintergrund für möglich. »Was wir heute miterlebt haben, ist objektiv gesehen ein Anschlag mit rassistischem, wahrscheinlich islamophobem Hintergrund«, sagte Ali Rabeh vor der Presse. »Die Menschen, die heute ins Visier genommen wurden, das hätten auch meine Mutter, meine Brüder, meine Schwägerinnen sein können«, so Rabeh.

Die Pariser Antiterrorstaatsanwaltschaft hatte zuvor mitgeteilt, sie habe eine Untersuchung eingeleitet, unter anderem wegen des Verdachts auf gezielte Tötung in Zusammenhang mit einem terroristischen Vorhaben sowie Waffenbesitz. Dabei würde berücksichtigt, dass die Tat »aufgrund der tatsächlichen oder vermeintlichen Zugehörigkeit des Opfers zu einer bestimmten angeblichen Rasse, ethnischen Gruppe, Nation oder Religion begangen wurde«.

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Auch der muslimische Dachverband in Frankreich zeigte sich in einer Mitteilung nach der Tat entsetzt. Er warne unablässig vor den Folgen von Hassreden, Stigmatisierung und der Suche nach Sündenböcken, die von bestimmten Medien und politischen Verantwortlichen mitgetragen und dadurch in der öffentlichen Debatte zunehmend banalisiert würden, so der Conseil français du culte musulman (CFCM) auf der Plattform X. Der CFCM rufe die Musliminnen und Muslime in Frankreich zu äußerster Wachsamkeit auf.

Ein Mann hatte am Freitagvormittag aus einem Auto heraus in den Gemeinden Trappes und La Verrière das Feuer eröffnet. Ein Mensch starb, vier weitere wurden teils schwer verletzt, darunter ein zwölfjähriges Mädchen. (dpa/jW)

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Erschienen am 24.10.2026, Ausland

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