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23.10.2026, 18:25:52
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Melania Trump: Angeblich lokale Waffenruhe im Ukraine-Krieg vermittelt
Washington. First Lady Melania Trump soll nach US-Angaben in der seit Monaten abgeriegelten Frontstadt Oleschki im russischen Besatzungsgebiet im Süden der Ukraine eine lokale Waffenruhe zwischen Moskau und Kiew vermittelt haben. Beide Konfliktparteien hätten vereinbart, alle Kampfhandlungen ab dem 29. Oktober vorübergehend einzustellen, teilte das Weiße Haus am Freitag mit. Dadurch solle humanitäre Hilfe sowie eine Evakuierung der Zivilbevölkerung über einen sicheren Korridor ermöglicht werden. »Die Menschen in Oleschki haben nur eingeschränkten Strom, leben inmitten verminter Straßen und müssen regelmäßige Militärangriffen ertragen«, sagte die Ehefrau von US-Präsident Donald Trump laut der Mitteilung. Sie habe mit Vertretern beider Kriegsparteien zusammengearbeitet, um die Bedingungen der lokal begrenzten Waffenruhe festzulegen.
Die Kleinstadt ist von der Versorgung abgeschnitten. Hilfsorganisationen beklagen seit langem die humanitäre Lage. Die Gebietshauptstadt Cherson in ukrainischer Hand ist nur neun Kilometer entfernt. Dazwischen verläuft die Front. Nach jahrelangem wechselseitigem Beschuss liegen rund um Oleschki Minen, ein Verlassen ist in alle Richtungen lebensgefährlich. Moskau warf der ukrainischen Armee wiederholt vor, durch Drohnenangriffe die Lieferung von Lebensmitteln nach Oleschki zu verhindern.
Derweil berichten mehrere ukrainische Medien unter Berufung auf Quellen im Verteidigungsministerium, dass das Starlink-Satelliteninternet in der Ukraine entgegen Trumps Ankündigung weiter gedrosselt ist. Ähnlich äußerte sich Präsidentenberater Sergej Beskrestnow. Es gebe vereinzelte Fälle, dass Starlink schneller funktioniere, aber dies liege eher am SpaceX-Algorithmus. »Derzeit können wir keine Aufhebung der Beschränkungen bei Starlink feststellen«, schrieb er auf Facebook.
Trump hatte am Donnerstag in Washington gesagt, der SpaceX-Gründer Elon Musk habe die Drosselung aufgehoben. Am Freitag erklärte er dann vor Journalisten, dass er nicht mit Musk gesprochen habe. »Ich habe gehört, das Problem sei behoben, aber falls nicht, werde ich mit ihm sprechen«, sagte er.
Das ukrainische Militär leidet seit vergangener Woche darunter, dass Flugobjekte bei einer Geschwindigkeit von mehr als 160 Kilometern in der Stunde ihre Verbindung zu den Starlink-Satelliten verlieren. Dies trifft Drohnenflüge zur Abwehr schneller russischer Jetdrohnen wie eigene ukrainische Angriffe. (dpa/jW)
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