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Simbabwe: Mehr Lohn für Bergarbeiter

Glencova. Bei Bikita Minerals, einem simbabwischen Bergbaukonzern im Besitz der chinesischen Sinomine Resource Group, haben 600 Leiharbeiter einen Anstieg ihrer Montagsgehälter um 75 Prozent auf 350 US-Dollar erstritten. Die Zimbabwe Diamond and Allied Minerals Workers Union (ZDAMWU) habe auf »menschenrechtliche Sorgfaltspflichten« zurückgegriffen, um die Beschäftigten der größten Lithiummine des Landes trotz erschwertem Zugang und oftmals sehr kurzer Verträge zu organisieren, teilte die internationale Gewerkschaftsföderation Industriall am Dienstag mit. Gebaut werde zudem eine Klinik nahe der Mine, die die Bergarbeiter und 5.000 Menschen aus dem Distrikt Bikita versorgen soll. Die Verhandlungsmacht der Arbeiter habe ZDAMWU auch dadurch gesteigert, dass sie chinesische Botschafter in die Korrespondenz mit dem Konzern einband. Mit ähnlichen Mitteln sei auch die Anerkennung gewerkschaftlicher Beschäftigtenvertretung durch drei chinesische Bergbaukonzerne in Sambia erzielt worden. Dort hatte die sambische Bergarbeitergewerkschaft im Juli bei einer Befragung von mehr als 500 Arbeitern ruinöse Arbeitsbedingungen bei Abwesenheit von Beschwerdemöglichkeiten aufgedeckt. Künftig sollen auch dort Sorgfaltspflichten verankert werden. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 29.10.2026, Seite 15, Betrieb & Gewerkschaft

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