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Kämpfe in fünf Regionen
Äthiopien: Immer mehr zivile Opfer durch Drohnen
Seit dem 23. September befindet sich die äthiopische Zentralregierung in Addis Abeba auch offiziell im Krieg mit bewaffneten Gruppen im Land: konkret mit der aus sieben Parteien gebildeten »Allianz der äthiopischen Völker für das Überleben«. Die von Tigray ausgehende Offensive gegen Premier Abiy Ahmed und dessen Politik der politischen und militärischen Aggression gegen verschiedene Minderheiten ist in der nördlichen Provinz vorerst von den Bundestruppen (ENDF) gestoppt worden. Vor einer Woche setzte Ahmed nach Rückeroberung der Provinzhauptstadt Mekele von der zuvor dort herrschenden »Befreiungsfront von Tigray« (TPLF) eine Übergangsverwaltung ein, in anderen Orten Tigrays dauern die Kämpfe indes an.
Ebenso wie in angrenzenden Bundesstaaten: Der äthiopische Menschenrechtsrat (EHRCO), eine NGO mit Sitz in Addis Abeba, dokumentiert in einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht »Tote und Verletzte, Entführungen und Vertreibungen unter der Zivilbevölkerung im Zusammenhang mit bewaffneten Konflikten und Angriffen in den Regionen Amhara, Gambella, Oromia und Benishangul-Gumuz«. Die Bundes- und Regionalverantwortlichen werden aufgefordert, ziviles Leben zu schützen und Täter zur Verantwortung zu ziehen. Zeitgleich berichtete der Addis Standard (AS) von Drohnenangriffen in Amhara und Tigray, bei denen am Dienstag auch eine Schule getroffen wurde. Sechs Kinder wurden demnach bei dem Angriff auf eine Grundschule in Dera Woreda getötet, mehr als 20 verletzt. Ein Lehrer erklärte gegenüber AS, dass die Gegend kein Konfliktgebiet sei. Online kursierende Videos zeigten, wie Eltern auf das Schulgelände stürmten und Kinder wegtrugen, während die Schüler in alle Richtungen flohen.
Das zur Allianz gehörende Amhara Fano National Movement (AFNM) warf den ENDF in einer offiziellen Erklärung ebenfalls vor, in den Regionen Oromia und Amhara großangelegte Massaker, Drohnenangriffe und schwere Artillerieangriffe gegen Zivilisten verübt zu haben.
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