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Fédération Internationale des Résistants: Kampf gegen Hunger und Armut

Foto: WFP/Handout via REUTERS

Die Fédération Internationale des Résistants, FIR, hat anlässlich des »Welthungertags« am Freitag folgende Erklärung veröffentlicht:

Es ist die Botschaft der Überlebenden des antifaschistischen Kampfes, sich nicht nur für politische Umgestaltungen einzusetzen, sondern als Grundlage einer gerechten Gesellschaft auch die sozialen Verhältnisse für alle Menschen in den Blick zu nehmen. So finden sich in den antifaschistischen Verfassungen auch das Recht auf Arbeit, das Recht auf Wohnung und Bildung sowie eine soziale Absicherung für alle Menschen, die dies benötigen. Zudem war es – nicht nur in Deutschland – die Erfahrung, dass Menschen, denen es wirtschaftlich schlecht ging, anfällig waren für faschistische Propaganda und rassistische Heilsversprechen.

Daher erinnert auch die FIR am 16. Oktober an den »Welthungertag«, der bereits im Jahre 1979 eingeführt wurde. Dieses Datum erinnert daran, dass am 16. Oktober 1945 die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (Food and Agriculture Organization of the United Nations, FAO) mit der Aufgabe, die weltweite Ernährung sicherzustellen, als Sonderorganisation der Vereinten Nationen gegründet wurde. Tatsächlich hat die FAO in den vergangenen Jahrzehnten – mit den begrenzten Mitteln, die ihr von den Mitgliedsorganisationen zur Verfügung gestellt wurden – in zahlreichen Aktionen versucht, die Auswirkungen von Hungerkatastrophen zu lindern. Die FAO setzte sich in von Naturkatastrophen, Umweltschäden wie Dürren oder Hochwasser, besonders aber auch von Kriegen betroffenen Gebieten mit ihren Hilfsaktionen ein, wo die Zivilbevölkerung zuallererst die Leidtragenden der Auseinandersetzungen sind. Vor knapp zehn Jahren bilanzierte die FAO, dass weltweit über 800 Millionen Menschen an Hunger leiden. Heute hat sich diese Zahl durch die Auswirkungen der Klimaveränderungen und kriegerischen Auseinandersetzungen weltweit noch deutlich erhöht. Pessimistische Schätzungen gehen davon aus, dass etwa eine Milliarde Menschen hungern.

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Das Problem ist aber nicht nur der akute Hunger, dieser Zustand verbindet sich mit langfristigen Krankheiten, nicht vorhandenen Zukunftsperspektiven und anderen sozialen Verwerfungen, die eine der Ursachen für weitere gewalttätige Auseinandersetzungen in der Welt sind. Und so machen am 16. Oktober weltweit Nichtregierungsorganisationen auf den Welthunger und dessen soziale Folgen aufmerksam. Und das ist mehr als die vor allem karitative Aktion »Brot für die Welt«, wie sie seit vielen Jahren von kirchlichen Kreisen organisiert wird.

An diesen Zusammenhang zwischen Hunger und Zukunftsperspektiven erinnert auch der Gedenktag, der am 17. Oktober, ebenfalls initiiert von den Vereinten Nationen, begangen wird, nämlich der »Internationale Tag für die Beseitigung der Armut« (International Day for the Eradication of Poverty). 1992 erklärte die Generalversammlung der Vereinten Nationen den 17. Oktober zum Aktions- und Gedenktag. Eine der treibenden Kräfte hinter diesem Beschluss war die internationale Bewegung »All together in dignity (Gemeinsam für die Würde aller)«, ATD. Diese Nichtregierungsorganisationen verbinden mit dem »Welttag zur Überwindung der Armut« drei Anliegen: den Widerstand der von Armut betroffenen Menschen gegen Elend und Ausbeutung zu würdigen, den Not leidenden und ausgegrenzten Menschen Gehör zu verschaffen und ihr Anliegen öffentlich zu machen, sich mit den Allerärmsten dafür einzusetzen, dass die Menschenrechte wirklich für alle gelten.

Wie dramatisch die Situation ist, zeigt der »Armutsindex der Vereinten Nationen«. 1,2 Milliarden Menschen sind demnach akut arm, davon die Hälfte Kinder. Das bedeutet, sie haben keine angemessene Wohnung, es mangelt an sanitären Einrichtungen, an Strom, Brennstoff, Nahrungsmitteln oder Bildung. (…)

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Erschienen in der Ausgabe vom 17.10.2026, Seite 3, Abgeschrieben

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