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Neues Management

Russland-Geschäft von deutschem Handelskonzern Metro unter Zwangsverwaltung

Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

Moskau. Die russischen Behörden haben das Russland-Geschäft des deutschen Handelskonzerns Metro unter ihre Verwaltung gestellt. Sämtliche Vermögenswerte würden unter »temporäre Verwaltung« an das russische Unternehmen UK Torg RUS übertragen, hieß es in einem am Montag veröffentlichten Dekret des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Moskau hatte zuletzt die Tochtergesellschaften mehrerer Konzerne unter russische Verwaltung gestellt, die in Ländern ansässig sind, die die Ukraine unterstützen.

Den Finanzergebnissen von Metro zufolge steht der russische Markt mit 2,14 Milliarden Euro in den ersten neun Monaten dieses Jahres für fast 8,7 Prozent des Gesamtumsatzes des Unternehmens. Russland ist außerdem der dynamischste Markt des Unternehmens, mit einem Umsatzanstieg von mehr als zehn Prozent, was einem Drittel des gesamten Wachstums des Konzerns entspricht. Metro zufolge belaufen sich die Barmittel und deren Äquivalente der russischen Tochtergesellschaft zum 30. Juni 2026 auf 152 Millionen Euro.

Metro bestätigte die Maßnahme der russischen Behörden. »Obwohl das Eigentum an Metro Russland formal bei der Metro AG bleibt, ist Folge der Entscheidung, dass die Metro AG keine operative Kontrolle mehr über Metro Russland hat«, erklärte das Unternehmen auf seiner Website. Seit dem Beginn des Ukraine-Krieges seien verschiedene Maßnahmen ergriffen worden, »um die Verbindungen zwischen Metro Russland und der Metro AG zu verringern«, hieß es weiter. Weitere Auswirkungen des Dekrets auf die Metro AG würden »derzeit analysiert«.

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Metro war im Jahr 2001 in den russischen Markt eingestiegen und ist nach eigenen Angaben in Russland mit 91 Großhandelsmärkten vertreten. Rund 9.000 Menschen arbeiten demnach für Metro in Russland.

Am vergangenen Montag hatte Moskau das Russland-Geschäft des US-Konzerns Aptar unter russische Verwaltung gestellt. Zuvor waren bereits die Russland-Geschäfte des Schweizer Konzerns Nestlé und der französischen Unternehmen Auchan und FM Logistic sowie das frühere Russland-Geschäft von Leroy Merlin unter russische Verwaltung gestellt worden. Der Kreml hatte den Schritt mit dem Sitz der Unternehmen in »unfreundlichen Staaten« begründet. Seit 2022 haben sich zahlreiche westliche Konzerne aus Russland zurückgezogen. (AFP/jW)

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Erschienen am 29.09.2026, Kapital & Arbeit

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