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Krise

Bosch: Hälfte der Stellen am Standort Nürnberg soll wegfallen

Foto: Jan-Philipp Strobel/dpa
Bosch-Zentrale in Gerlingen (26.6.2026)

Nürnberg. Der Automobilzulieferer Bosch will an seinem Standort in Nürnberg die Hälfte der Stellen abbauen. Es sei geplant, »900 Stellen im Werk bis Ende 2029 abzubauen«, erklärte das Unternehmen am Montag. »Die Umsetzung soll möglichst sozialverträglich gestaltet werden«, hieß es weiter. Die Belegschaftsvertreter und die Beschäftigten in Nürnberg seien bereits informiert worden, die Gespräche mit den Mitarbeitervertretern würden nun aufgenommen.

Der Konzern begründete die Streichungspläne mit einer grundlegenden Veränderung der Rahmenbedingungen für die Automobilindustrie. »Der rückläufige Verbrenneranteil und die wachsende Konkurrenz durch chinesische Anbieter reduzieren die Nachfrage erheblich, während die Herstellkosten deutlich über den wettbewerbsfähigen Marktpreisen liegen«, erklärte das Unternehmen. Da zudem der Hochlauf des Wasserstoffmarktes in Europa hinter den Erwartungen zurückbleibe, »sinken Produktionsvolumen und Auslastung des Werks weiter«. Dies führe am Standort in Nürnberg zu einem Personalüberhang, der langfristig wirtschaftlich nicht tragfähig ist.

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Am Bosch-Standort in Nürnberg arbeiten derzeit nach Unternehmensangaben 1.800 Menschen. In dem Werk werden demnach überwiegend Komponenten für den Verbrennungsmotor sowie Brennstoffzellen-Technik gefertigt. (AFP/jW)

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Erschienen am 29.09.2026, Kapital & Arbeit

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