Nachschlag: Docta ignorantia
→ Arrival. Do., 20.15 Uhr, ATV II
Manche Filme scheitern bereits an ihrer Prämisse. Was insonders dann ein Problem ist, wenn es der Anlage des Films nach gerade auf die ankommt. Das gilt für Nolans »Tenet«, das gilt für Villeneuves »Arrival«. Man muss, weil dieser Film seine erschreckend einfachen Fehler in komplizierter Gestalt zelebriert, den theoretischen Kern der Handlung von der Handlung entkleidet erinnern. Die Aliens kommunizieren ausschließlich über Schrift, zwischen Gedanke und Zeichen steht kein Laut. Die Schrift ist logographisch, sie trägt Inhalt unmittelbar. Logogramme aber seien zeitlos, sie haben kein Ende und keinen Anfang. Daher nehmen die Aliens Zeit nicht linear wahr, und daher kennen sie die Zukunft. Ein Bullshit, auf den man erst mal kommen muss. Eine Spezies ist nicht in der Lage, essentielle physikalische Phänomene sprachlich zu beschreiben, und aus dieser Unfähigkeit folgt nicht, dass ihr Denken der physikalischen Welt inadäquat ist, es folgt, dass sie über den essentiellen Phänomenen steht, die sie nicht beschreiben kann. (fb)
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Das Verwaltungsgericht Berlin hat im Juli 2024 in der ersten Instanz entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jährlichen Verfassungsschutzberichten erwähnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden. Seit vielen Monaten warten Verlag und Redaktion inzwischen auf eine Entscheidung des Gerichtes, ob eine Berufung möglich oder gleich ein Gang vor das oberste Gericht nötig ist.
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