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Nachschlag: Alles nach AfD-Plan

→ Caren Miosga. So., 21.55 Uhr, ARD

Foto: HMB-Media/IMAGO
Schlechte Laune und haltlose Polemik, das war die jüngste Ausgabe der Talkshow von Caren Miosga (Berlin, 20.9.2026)

Wer am jüngsten Wahlabend schlecht gelaunte Menschen sehen wollte, war mit der Talkrunde bei Caren Miosga bestens bedient. Welt-Kolumnist Robin Alexander nutzte die Gelegenheit, sich scharf auf SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf einzuschießen, dem er Anbiederung an Antisemiten vorwarf, falls seine Partei in Berlin mit Die Linke koaliert – belegt wurde die Anschuldigung nicht. Außerdem laufe alles nach AfD-Drehbuch, denn es gehe den Ultrarechten darum, die SPD immer weiter nach links zu treiben und als gemäßigte Kraft der Mitte auszuschalten. Dann werde die von den Unionsparteien CDU/CSU vielbeschworene »Brandmauer« früher oder später fallen, falls sie nicht ihre Pulverisierung riskieren wollten. Das stellt aber die Tatsachen auf den Kopf. Was nämlich der SPD in Berlin auf die Füße gefallen sein dürfte, sind ihre Missachtung des Mietvolksbegehrens – und der Korruptionsverdacht um ihren aus Niedersachsen importierten Spitzenkandidaten, als ob es in Berlin selbst nicht genug Genossen gäbe. (jt)

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Erschienen in der Ausgabe vom 22.09.2026, Seite 14, Feuilleton

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