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CDU in der Krise

Sächsische CDU-Kreisvorsitzende fordern von Merz Beratung über Neustart

Foto: Michael Brandt/dpa
Auf dem Weg nach draußen? Friedrich Merz verlässt am Freitag den Plenarsaal des Bundestages

Dresden/Berlin. Nach dem CDU-Debakel bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt fordern die sächsischen Kreisvorsitzenden in einem Brief an Bundeskanzler Friedrich Merz zügige Beratungen über einen Neustart der Partei. »Das desaströse Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt am vergangenen Sonntag hat gezeigt, in welchem dramatischen Ausmaß die Bevölkerung das Vertrauen sowohl in die Arbeit der Bundesregierung als auch in die Politik der Union verloren hat«, heißt es in dem Schreiben an Parteichef Merz und CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann. Ein Journalist des Portals Politico veröffentlichte den Brief am Freitag auf X. Das Büro des Dresdner CDU-Kreischefs Ingo Flemming bestätigte die Echtheit des Briefes.

Bei Zustimmungswerten von um die 20 Prozent sei die Frage mehr als berechtigt, ob die CDU künftig noch eine Volkspartei sei, heißt es in dem Brief. In Mecklenburg-Vorpommern, wo in einer Woche ein neuer Landtag gewählt wird, scheine die Lage letzten Umfragen zufolge sogar noch ernster. »Es braucht jetzt eine schonungslose Analyse und einen neuen Aufbruch ohne weiteres Zögern«, schreiben die Kreisvorsitzenden. Das erwarteten die Mitglieder - der Eindruck werde auch von Bürgerinnen und Bürgern sowie »der Wirtschaft« gespiegelt. Bei einer Kreisvorsitzendenkonferenz noch deutlich vor dem avisierten Termin im November müsse geklärt werden, wie die CDU wieder zur alten Stärke zurückgelange, wie ihre klare Vision für Deutschland aussehe und wie sie Vertrauen zurückgewinne. (dpa/jW)

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Erschienen am 12.09.2026, Inland

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