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Villa Aurora

Steht noch

Das deutsche Kulturhaus Villa Aurora in Los Angeles hat am Sonntag nachmittag (Ortszeit) wiedereröffnet. Im Januar 2025 war das einstige Exilwohnhaus des Schriftstellers Lion Feuchtwanger und der Aktivistin Marta Feuchtwanger nur knapp den verheerenden Bränden entgangen. Nach der Beseitigung von Rauchschäden und einer umfassenden Sanierung des Gartens feierten Freunde, Nachbarn, Förderer und Partner der historischen Künstlerresidenz das Comeback.

Die Villa im Stadtteil Pacific Palisades kam glimpflich davon: In der Nachbarschaft brannten unzählige Häuser bis auf die Grundmauern ab. »Inoffiziell sagen wir immer, dass Marta Feuchtwanger eine Hand über uns gehalten hat«, sagte die Direktorin der Villa Aurora, Claudia Gordon, im Interview. Während des Bel-Air-Feuers in den 60er Jahren soll Feuchtwanger das Dach der Villa bewässert und so die Bibliothek des Hauses gerettet haben.

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Nun prüfe man weitere Brandschutzmaßnahmen. »Wir sitzen immer noch in einem Waldbrandgebiet. Klimatisch hat sich auch nichts geändert, das wird im Gegenteil alles immer schlimmer«, sagte Gordon. Großen Applaus erhielt die Feuerwehr von Los Angeles, deren Wache 23 eingeladen war. »Dass das Haus noch steht, kommt uns wie ein Wunder vor«, sagte die Direktorin.

Die 1927 erbaute Villa wurde 1943 Wohnsitz des deutsch-jüdischen Exilschriftstellers Lion Feuchtwanger (1884–1958) und seiner Frau Marta (1891–1987). Sie entwickelte sich zum Treffpunkt für Künstler und Intellektuelle wie Thomas und Heinrich Mann, Bertolt Brecht und Charlie Chaplin. Seit 1995 förderte die Villa fast 500 Schriftsteller, Komponisten, bildende Künstler und Filmemacher. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 01.09.2026, Seite 10, Feuilleton

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